ExWoSt-Abschluss: Fachveranstaltung zum Thema “Gewerbestandorte der Zukunft > Nachhaltig handeln”

Das Gewerbegebiet Herzbergstraße ist als einer der wichtigsten innerstädtischen Produktionsstandorte Berlins seit drei Jahren Modellstandort für eine nachhaltige Weiterentwicklung im Rahmen des bundesweiten Forschungsprogramms ExWoSt. In einem Fachdialog haben am 25. September 2018 Experten und lokale Akteure die Übertragbarkeit der erzielten Ergebnisse diskutiert: Unter dem Titel “Gewerbestandorte mit Zukunft > Nachhaltig handeln” sollte der Frage nachgegangen werden, was städtische Gewerbegebiete brauchen, um zukunftssichere Standorte für Technologie, Produktion und Arbeit zu werden. Geladen waren Fachleute aus den Bereichen Stadtentwicklung, Gewerbeentwicklung, Technologie und Planen.

Die Chefin der Wirtschaftsförderung Marion Nüske im Gespräch mit Gebietsmanager Simon Argus und Unternehmer Holger Klempnow während der Fachveranstaltung.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Wirtschaftsstadträtin Birgit Monteiro gaben Experten ihren Input zu relevanten Fragestellungen: Die Zukunft der urbanen Produktion (Anne-Caroline Erbstößer, TSB) und die Kooperation in Gewerbegebieten am Beispiel des Themas Energieeffizienznetzwerke (Manuel Cammarata, Moll Marzipan) oder dem niederländischen Modell des “Parkmanagements” (Sascha Saad, agl). Themen die auch mögliche Perspektiven für das Gewerbegebiet Herzbergstraße aufzeigen.

In drei Workshops diskutierten die Teilnehmer anschließend Zukunftsthemen, die Weiterentwicklung der entstandenen Netzwerke und die nachhaltige Standortentwicklung. Dabei wurden unter anderem die Themen Profilierung und Image und die Möglichkeiten themenbezogener Netzwerke zu Energie und Mobilität hervorgehoben. Hier bot die Klimaschutzbeauftragte des Bezirksamts Lichtenberg, Kirsten Schindler, ihre Unterstützung an. Angesichts des bald auslaufenden Gebietsmanagements wurde auch die Ressourcenfrage gestellt, denn die Aufgaben im Gewerbegebiet werden nicht weniger.

Zum Abschluss leitete Uwe Luipold von regioconsult das Podiumsgespräch zwischen Wirtschaftsstadträtin Birgit Monteiro, Anne-Caroline Erbstößer von der Technologiestiftung Berlin und Dr. Michael Kobel von der hier ansässigen Pantrac GmbH. Auf die Frage, wo die Akteure das Gewerbegebiet in 20 Jahren sehen, gab sich insbesondere Birgit Monteiro angesichts des gerade in ihrem Haus beschlossenen Rahmenplans für das Gewerbegebiet optimistisch. Der Produktionsstandort – so der Tenor aller drei Diskussionsteilnehmer – werde in 20 Jahren noch bestehen und zahlreiche Innovationen und neue Produkti-onsformen, auch in Kooperation mit der wichtigen Kreativwirtschaft, aufgenommen haben. Wichtig bleibe, so Dr. Michael Kobel, dass auch zukünftig Unternehmen in der Lage sein werden, am Standort verlässlich “vernünftige Renditen” zu erwirtschaften.

Das Gebietsmanagement am Gewerbestandort Herzbergstraße, das auch die Entwicklung des UnternehmensNetzwerk Herzbergstraße unterstützt, wird noch bis Ende des Jahres durch das ExWoST-Projekt finanziert.

Sollten sie weitere Fragen zu der Veranstaltung “Gewerbestandorte mit Zukunft > Nachhaltig handeln” haben, wenden Sie sich an das Gebietsmanagement: gebietsmanagement@herzbergstrasse.berlin